Triptychon
Das Triptychon, ein Bild bestehend aus drei korrespondierenden
Teilbildern, hat in der sakralen Kunst eine lange Tradition. In Kirchen,
Kathedralen und Klöstern existieren dreiteilige Altarbilder teilweise seit
Jahrhunderten. Die Erzählung des zentralen, grossen Motivs wird durch die
beiden Flügel ergänzt und erweitert.
Es gibt zeitgenössische Triptychen, etwa von
Gerhard Richter, Katharina Sieverding, Yves Klein oder Otto Dix.
Mehrdeutige Sujets der Karten
Um den Erzähl- und
Interpretationsspielraum zu erweitern, sind die Karten-Sujets bewusst mehrdeutig.
Viele Bilder weisen ein, zwei markante Merkmale auf. Sie sind örtlich bedingt zuweisbar.
Sie können "überladen" sein mit vielen Details. Sie decken insgesamt
ein breites Farbspektrum ab.
Triptychon in Beratung und Therapie einsetzen
Das dreiteilige Format ist
vielen Menschen – auch künstlerischen Laien – bekannt, was den Transfer und die
Instruktion der Aufgabe in Beratungs- und Therapiesituationen erleichtert. Die
formalen Anforderungen an ein Triptychon lassen sich in wenigen Sätzen
verständlich instruieren. Als Arbeitsmaterial dient ein Set von 58 (farbigen)
Karten im Format A6 mit einem breiten inhaltlichen Spektrum.
Scherenschnitt-Bilder legen
Scherenschnitt-Collagen, wie
sie Henri Matisse in seinem Spätwerk schuf, faszinieren durch ihre Bildsprache.
Die Formen-Abstraktion, die Kraft und Klarheit der Farben sowie die starken
Kontraste von Figur und Hintergrund der "papiers découpés" beeindrucken
kunstaffine als auch weniger an Kunst interessierte Menschen gleichermassen.
Die Collage-Technik erscheint vielen Betrachter:innen vertraut.
Scherenschnittformen in Beratung und Therapie einsetzen Die Popularität der papiers découpés spricht für die Arbeit mit Scherenschnittformen im Therapie- und Beratungsbereich. Viele Menschen haben eigene Erfahrungen mit Scherenschnitten und Collagieren. Die Aufforderung, bereits zugeschnittene Formen zu einer Bildkomposition zu arrangieren, wirkt anregend und ästhetisch herausfordernd. Ratsuchende können sich unmittelbar auf gestalterische und kreative Fragen konzentrieren.
Wissenswertes über Scherenschnitt-Bilder
Matisse schnitt seine Formen aus bemalten Papieren. Es ist
bekannt, dass er die Sujets nicht entwarf, sondern direkt mit der Schere "zeichnete".
Die verwendeten Formen weisen klare, scharfe
Konturen auf. Sie können gegeneinander freistehend, mit Berührung oder
überlappend platziert werden. Die Formen können innerhalb des Bildformats
platziert werden, dürfen den Rahmen aber auch sprengen. Die Komposition kann
ein Narrativ enthalten.
Symbolkarten
Alle Kulturen kennen und nutzen Symbole und Zeichen als Form der
Kommunikation. Die Bedeutungen sind sehr weitläufig. Von Piktogrammen der
Jetztzeit bis zurück zu Wandmalereien früher Vorfahren sind uns zeichenhafte
Kommunikationsformen vertraut. Manche Symbole sind in ihrer Lesbarkeit
offensichtlich, andere nur schwer zu enträtseln.
Symbole in Beratung und Therapie einsetzen
Symbole sind uns vertraut und veranlassen uns zu Deutungen und Interpretationen,
die weit über eine ursprüngliche Bedeutung hinausführen. Gerade durch die
Nicht-Eindeutigkeit können Symbolkarten vielfältig und variantenreich
eingesetzt werden, etwa für die nicht-sprachliche Recherche, für Fabulier-Reisen
oder auch für symbolische Repräsentationen.
Wissenswertes über Symbole
Symbolische Darstellungen sind oft mehrdeutig und
widersprüchlich. Dadurch entstehen Optionen für die Interpretation. Sie regen zur
Analogiebildung und zu Fantasiereisen an. Als Metaphern öffnen Symbole den Deutungsspielraum
und können so Ausgangspunkt für originelle Erzählungen sein.